- WLAN oder Funk – Datenschutz vs. Flexibilität
- Funk-Babyphones übertragen das Signal direkt zwischen Kamera und Elternmonitor – ohne Cloud, ohne App, ohne Hackingrisiko. WLAN-Modelle ermöglichen den Zugriff per Smartphone von überall, speichern Daten aber oft auf Servern des Herstellers. Wer zu Hause bleibt und Datenschutz priorisiert, ist mit einem Funk-Modell besser beraten. Wer unterwegs auf das Bild zugreifen möchte, braucht WLAN.
- Displaygröße und Auflösung
- Ab 5 Zoll lassen sich nachts Details wie Gesichtsposition oder Deckenbedeckung zuverlässig erkennen. Kleinere Displays reichen für den groben Überblick, sind aber bei schlechten Lichtverhältnissen weniger aussagekräftig. Die Kameraauflösung sollte mindestens 720p betragen – Full-HD (1080p) ist besonders bei größeren Räumen oder schwachem Licht spürbar besser.
- Nachtsicht-Technologie
- Günstige Modelle nutzen sichtbare rote Infrarot-LEDs, die ein schwaches rotes Leuchten erzeugen und empfindliche Babys stören können. Hochwertigere Modelle setzen auf 940-nm-LEDs, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. Wer ein lichtempfindliches Kind hat, sollte gezielt auf diese Angabe im Produktdatenblatt achten.
- Akkudauer des Elternmonitors
- Der Elternmonitor sollte mindestens eine Nacht (6–8 Stunden) ohne Aufladen durchhalten, wenn er nicht dauerhaft am Strom hängt. Günstige Modelle haben oft nur 750–1.500 mAh, was für eine Nacht knapp werden kann. Modelle mit 3.000 mAh oder mehr bieten deutlich mehr Flexibilität, besonders auf Reisen oder in Ferienwohnungen.
- Reichweite
- Herstellerangaben zur Reichweite beziehen sich auf Freifeldbedingungen. In Wohnungen mit Betonwänden oder mehreren Stockwerken reduziert sich die tatsächliche Reichweite erheblich. Als Faustregel gilt: Mindestens 150–200 m Freifeld-Reichweite für eine typische Wohnung, 300 m für Häuser mit mehreren Etagen oder dicken Wänden.
- Zusatzfunktionen: Was wirklich nützlich ist
- Temperaturanzeige im Kinderzimmer ist praktisch und in den meisten Modellen ab Mittelklasse enthalten. Zwei-Wege-Audio (Gegensprechfunktion) ermöglicht es, das Baby zu beruhigen, ohne ins Zimmer zu gehen. Schlaflieder und Nachtlicht sind nett, aber selten kaufentscheidend. Schwenk- und Neigefunktion (Pan/Tilt) ist bei motorisierten Modellen deutlich komfortabler als manuelles Verstellen der Kamera.