- NDIR-Sensor statt eCO2-Schätzung
- Für belastbare CO2-Werte brauchst du einen nicht-dispersiven Infrarot-Sensor (NDIR). Günstige „Luftqualitätssensoren“, die CO2 nur aus VOC ableiten (eCO2), reagieren stark auf Kochen, Putzen oder Parfum und sind als Lüftungsanzeige unzuverlässig. Achte in der Produktbeschreibung ausdrücklich auf NDIR und einen sinnvollen Messbereich (typisch 400–5000 ppm).
- Ampel, Alarm und Ablesbarkeit
- Im Alltag zählt, dass du erhöhte Werte sofort siehst – farbige Ampel und ein akustischer oder optischer Alarm helfen mehr als ein reines ppm-Display. Praktisch sind Schwellen um 1000 ppm (Lüften empfohlen) und deutlichere Warnung ab etwa 1500–2000 ppm. Ein gut ablesbares Display mit Temperatur und Feuchte ersetzt oft extra Hygrometer.
- Kalibrierung und Langzeitstabilität
- NDIR-Sensoren driften mit der Zeit. Modelle mit automatischer Baseline-Kalibrierung (ABC) eignen sich für Räume, die regelmäßig Frischluft bekommen. In dauerhaft besetzten Räumen ohne Nachtabsenkung kann ABC zu niedrig kalibrieren – dann sind manuelle Frischluft-Kalibrierung oder Geräte mit klarer Kalibrierfunktion vorteilhaft.
- Stationär oder mobil
- Für Wohn- und Büroräume reichen steckergebundene CO2-Ampeln völlig aus und messen kontinuierlich. Mobilgeräte mit Akku lohnen sich, wenn du mehrere Räume, Schulen, Workshops oder auch Außenluftvergleiche machst. Beachte: Kurze Akkulaufzeiten erzwingen häufiges Laden und eignen sich schlecht als alleinige Dauerwache.
- Smart-Home nur mit klarem Nutzen
- App-Anbindung lohnt sich, wenn du Verläufe speichern, Grenzwerte per Push bekommen oder Automationen (z. B. Erinnerung, Lüfter, Luftreiniger) steuern willst. Ohne passendes Ökosystem ist ein gutes lokales Display mit Ampel oft die robustere und günstigere Lösung.