- Formfaktor: Mini-PC, Tower oder Micro Desktop?
- Mini-PCs und Micro Desktops sparen Platz und Strom, bieten aber kaum Aufrüstmöglichkeiten. Klassische Mini-Tower haben PCIe-Slots, in die sich später eine Grafikkarte oder Erweiterungskarte einbauen lässt. Wer langfristig flexibel bleiben will, sollte auf mindestens einen freien PCIe-x16-Slot achten.
- Prozessor: Intel Core Ultra vs. AMD Ryzen
- Aktuelle Intel-Core-Ultra-Prozessoren (Arrow Lake) und AMD Ryzen 9000er bieten integrierte KI-Beschleuniger (NPU) und sind für Windows-11-Funktionen wie Copilot+ optimiert. Für reine Office-Nutzung reichen ältere Generationen wie Ryzen 5000G oder Core i5-12000 vollkommen aus. Auf die TDP achten: Prozessoren mit 65 W oder weniger halten das System kühler und leiser.
- RAM: DDR4 oder DDR5, und wie viel?
- 16 GB RAM sind heute das sinnvolle Minimum für flüssiges Multitasking. DDR5 bietet höhere Bandbreite und ist in neuen Plattformen Standard, DDR4-Systeme sind günstiger und für Office-Aufgaben weiterhin ausreichend. Achte darauf, ob der RAM verlötet (nicht aufrüstbar) oder in Slots steckbar ist.
- Grafik: Integriert oder dediziert?
- Für Office, Videostreaming und leichte Bildbearbeitung reicht integrierte Grafik (Intel UHD, AMD Radeon Graphics) vollständig aus. Wer Spiele spielen, Videos schneiden oder 3D-Anwendungen nutzen möchte, braucht eine dedizierte Grafikkarte – und damit einen Tower mit freiem PCIe-x16-Slot und ausreichend starkem Netzteil (mindestens 400 W).
- Konnektivität: WLAN und USB-Standards
- Wi-Fi 6E (802.11ax, 6-GHz-Band) ist der aktuelle Standard und bietet deutlich höhere Geschwindigkeit und geringere Latenz als älteres Wi-Fi 5. Für den Schreibtisch ist Gigabit-LAN per Kabel immer die stabilere Wahl. Achte auf USB-C-Anschlüsse an der Front – sie erleichtern den Anschluss moderner Peripherie erheblich.
- Betriebssystem und Support-Laufzeit
- Aktuelle Desktop-PCs kommen mit Windows 11 Home oder Pro. Für Business-Umgebungen lohnt sich die Pro-Version wegen BitLocker-Verschlüsselung und Domänen-Einbindung. Prüfe außerdem, wie lange der Hersteller Treiber- und Sicherheitsupdates bereitstellt – bei Markengeräten von Dell und HP ist das in der Regel mehrere Jahre.