- Display-Größe und Auflösung
- Für die meisten Leser ist ein 7-Zoll-Display mit 300 ppi der Sweet Spot: groß genug für angenehme Schriftgrößen, kompakt genug für die Jackentasche. Wer viel PDF oder Comics liest, profitiert von 8 Zoll oder mehr. Unter 300 ppi wirkt Text bei kleinen Schriftgrößen weniger scharf.
- Farb- oder Schwarzweiß-Display
- Farb-E-Ink-Displays (Kaleido 3 oder Amazons Colorsoft) eignen sich für illustrierte Bücher, Comics und farbige Notizen. Für reinen Fließtext bieten klassische E-Ink-Displays nach wie vor den höchsten Kontrast und die längste Akkulaufzeit. Farb-E-Ink ist kein Muss für Romanleser.
- Ökosystem und Onleihe
- Amazon Kindle ist das komfortabelste Ökosystem mit der größten Auswahl, aber ohne Onleihe-Unterstützung. Wer Bücher aus deutschen Stadtbibliotheken ausleihen möchte, braucht ein Gerät mit ePub- und Adobe-DRM-Unterstützung – also Tolino, Kobo oder PocketBook. Das sollte vor dem Kauf klar sein, da ein Wechsel des Ökosystems aufwendig ist.
- Wasserschutz
- IPX8-Zertifizierung bedeutet, das Gerät übersteht kurzes Untertauchen bis 2 Meter Tiefe. Das ist sinnvoll für Badewanne, Pool oder Strand. Günstige Einsteigermodelle wie der Kindle 2024 (11. Gen) verzichten darauf – wer das Gerät in feuchten Umgebungen nutzt, sollte mindestens auf IPX8 achten.
- Akkulaufzeit
- E-Ink-Displays verbrauchen Strom nur beim Seitenumblättern, nicht beim Anzeigen. Realistische Akkulaufzeiten liegen je nach Nutzung zwischen 4 und 12 Wochen. Farb-E-Ink-Modelle und Geräte mit aktivierter Hintergrundbeleuchtung entladen sich schneller. Für Reisen ohne häufige Lademöglichkeit sind Schwarzweiß-Modelle im Vorteil.
- Speicher und Erweiterbarkeit
- 16 GB reichen für mehrere Tausend E-Books problemlos aus. Wer viele Hörbücher oder Comics speichert, sollte 32 GB wählen. Amazons Kindle-Modelle haben keinen microSD-Slot; PocketBook-Geräte erlauben in der Regel eine Speichererweiterung per Karte.