- Zentrifugal oder Slow Juicer?
- Zentrifugalentsafter arbeiten mit hoher Drehzahl (meist 6.000–14.000 U/min) und entsaften schnell – ideal für den Alltag. Slow Juicer pressen bei niedrigen Drehzahlen (40–80 U/min) und erhalten mehr Nährstoffe und Enzyme, sind aber langsamer und teurer. Wer täglich große Mengen Saft will, ist mit einem Zentrifugalentsafter gut bedient; wer Nährstoffmaximierung priorisiert, greift zum Slow Juicer.
- Leistung und Motorstärke
- Für weiches Obst wie Orangen reichen 400–600 W. Hartes Gemüse wie Rote Bete, Karotten oder Ingwer verlangt mindestens 700–800 W, damit der Motor nicht überhitzt und die Saftausbeute hoch bleibt. Modelle mit Überhitzungsschutz sind bei intensiver Nutzung empfehlenswert.
- Einfüllöffnung
- Eine breite Einfüllöffnung (ab 70 mm) spart erheblich Zeit, weil Äpfel, Birnen und andere Früchte ganz oder nur grob zerteilt eingefüllt werden können. Modelle mit enger Öffnung erfordern mehr Vorbereitungsaufwand – ein oft unterschätzter Alltagsfaktor.
- Reinigung
- Das Sieb ist das aufwendigste Reinigungsteil. Modelle mit herausnehmbarem, spülmaschinengeeignetem Sieb oder spezieller QuickClean-Technologie reduzieren den Aufwand deutlich. Achte darauf, wie viele Einzelteile zerlegt werden müssen – je mehr Teile, desto länger die Reinigung.
- Behältergröße und Schaumtrenner
- Ein Auffangbehälter ab 1,5 Litern ist für Familien oder mehrere Portionen sinnvoll. Viele Modelle liefern einen Schaumtrenner mit, der den Saft klarer macht. Prüfe außerdem die Größe des Tresterauffangbehälters – ein zu kleiner Behälter erfordert häufiges Leeren beim Entsaften größerer Mengen.
- Geräuschentwicklung
- Zentrifugalentsafter sind grundsätzlich laut (ca. 70–85 dB). Wer morgens früh entsaftet oder Rücksicht auf andere Haushaltsmitglieder nehmen muss, sollte einen Slow Juicer in Betracht ziehen, der deutlich leiser arbeitet. Einige Hersteller geben Schallpegel-Werte an – ein direkter Vergleich lohnt sich.