- Milchsystem: automatisch oder manuell?
- Wer regelmäßig Cappuccino oder Latte Macchiato trinkt, sollte ein automatisches Milchsystem wählen. Es schäumt Milch per Knopfdruck auf und reinigt sich teilweise selbst. Wer selten Milchgetränke zubereitet, fährt mit einer Dampflanze günstiger – muss aber manuell schäumen und reinigen.
- Mahlwerk: Stahl oder Keramik?
- Keramikmahlwerke sind verschleißärmer und mahlen leiser, vertragen aber keine Fremdkörper in den Bohnen. Stahlmahlwerke sind robuster gegenüber harten Einschlüssen und in der Regel günstiger. Für den Haushaltsgebrauch sind beide Varianten langlebig, wenn die Maschine regelmäßig gewartet wird.
- Reinigung und Wartung
- Kaffeevollautomaten benötigen regelmäßige Entkalkung, Reinigung der Brühgruppe und – bei Milchsystemen – tägliche Spülung des Milchkreislaufs. Modelle mit herausnehmbarer Brühgruppe sind deutlich einfacher zu reinigen. Achte darauf, ob das Gerät automatische Reinigungsprogramme bietet.
- Getränkeauswahl und Individualisierung
- Einfache Geräte bereiten Espresso und Kaffee zu, teurere Modelle ergänzen Americano, Flat White, Ristretto und mehr. App-Anbindung erlaubt das Speichern individueller Rezepte mit exakter Mahlgrad-, Menge- und Temperatureinstellung. Wer nur Espresso und Kaffee trinkt, braucht diese Funktionen nicht.
- Gehäusegröße und Wassertankkapazität
- Kompakte Modelle passen unter Hängeschränke und in kleine Küchen, haben aber oft kleinere Wassertanks (1,2–1,5 Liter), die häufiger nachgefüllt werden müssen. Für Haushalte mit mehreren Kaffeetrinkern empfehlen sich Tanks ab 1,8 Litern. Auch die Bohnenbehältergröße beeinflusst, wie oft du nachfüllen musst.
- Budget und Langzeitkosten
- Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Entkalkungsmittel, Reinigungstabletten und Mahlwerkpflege fallen regelmäßig an. Günstige Maschinen unter 200 Euro können bei intensiver Nutzung schneller verschleißen. Ein Gerät im Bereich 350–600 Euro bietet für die meisten Haushalte das beste Verhältnis aus Anschaffungskosten und Haltbarkeit.