- Volumen nach Haushaltsgröße wählen
- Als Faustregel gilt: Pro Person und Jahr fallen etwa 100–150 Liter kompostierbares Material an. Ein Zweipersonenhaushalt kommt mit 220–300 Litern aus, eine vierköpfige Familie mit Garten benötigt mindestens 400–600 Liter. Wer viel Rasenschnitt oder Laub hat, sollte großzügig kalkulieren.
- Standort und Platzbedarf
- Klassische Thermokomposter brauchen einen festen Untergrund im Garten mit direktem Erdkontakt, damit Bodenorganismen einwandern können. Wurmkomposter und Bokashi-Eimer funktionieren auf dem Balkon oder in der Küche. Achte auf Mindestabstände zur Grundstücksgrenze – in manchen Gemeinden gelten Regelungen.
- Isolierung für ganzjährigen Betrieb
- Doppelwandige Thermokomposter halten die Rottetemperatur auch bei Frost aufrecht und sind damit das ganze Jahr nutzbar. Einfache Kunststoffbehälter und offene Systeme verlangsamen sich unter 5 °C erheblich. Wer im Winter weiter kompostieren will, sollte auf isolierte Modelle setzen oder einen Bokashi-Eimer für die Küche ergänzen.
- Materialien, die kompostiert werden dürfen
- Klassische Komposter eignen sich für pflanzliche Küchenabfälle, Rasenschnitt, Laub und Gartenabfälle. Fleisch, Fisch, Milchprodukte und gekochte Speisen gehören nicht in den offenen Komposter – sie ziehen Schädlinge an und erzeugen Gerüche. Nur Bokashi-Systeme und spezielle elektrische Komposter verarbeiten diese Materialien sicher.
- Entnahme und Handhabung
- Komposter mit seitlichen Entnahmeluken oder Frontklappen ermöglichen die Entnahme von fertigem Kompost, ohne den gesamten Behälter leeren zu müssen. Offene Systeme ohne Entnahmeöffnung erfordern das vollständige Umsetzen – das ist arbeitsaufwendiger, fördert aber gleichzeitig die Belüftung.
- Schädlingsschutz
- Bodenlose Komposter bieten Ratten und Mäusen Zugang von unten. Ein engmaschiges Drahtgitter (Maschenweite max. 10 mm) als Unterlage schützt effektiv. Modelle mit festem Boden und Lüftungsschlitzen bieten mehr Schutz, können aber die Einwanderung von Bodenorganismen behindern.