- Material: Cordierit oder Schamotte
- Für Gasgrills ist Cordierit der Standard, weil er Temperaturschocks besser abfedert als einfache Keramik. Schamotte speichert oft noch mehr Hitze und eignet sich für sehr knusprige Böden, ist aber schwerer und reagiert empfindlicher auf Feuchtigkeit und abruptes Aufheizen. Beide Varianten nur trocken reinigen und nie mit kaltem Wasser abschrecken.
- Stärke und Hitzespeicherung
- Unter etwa 1,2 cm wird die Unterhitze schnell instabil, sobald die Pizza liegt – der Boden bleibt eher weich. 1,5 cm Cordierit ist ein guter Kompromiss aus Speichervermögen und Handhabung; 2–3 cm Schamotteplatten halten die Temperatur länger, brauchen aber deutlich mehr Vorheizzeit und stabile Rostauflage.
- Format passend zur Grillfläche
- Miss die nutzbare Rostfläche und lasse Rand zum Handling. Rechteckige Steine nutzen Gasgrill-Roste meist besser aus; Rundsteine rollen Beläge optisch „pizzeriamäßig“, verschenken aber Ecken. Der Stein sollte nicht alle Brenner komplett abdecken, sonst fehlen dir Regelzonen und die Hitze staut sich unkontrolliert.
- Vorheizen auf dem Gasgrill
- Plane 20–40 Minuten Vorheizen ein, je nach Stärke und Grillleistung. Deckel zu, mittlere bis hohe Brennerstufe, Stein auf dem Rost – nicht direkt in die Flamme legen. Nach längerer Pause immer behutsam hochheizen; kalten, feuchten Stein scharf zu befeuern ist eine typische Bruchursache.
- Reinigung und Lebensdauer
- Pizzasteine bleiben am längsten intakt, wenn sie trocken bleiben und trocken gereinigt werden: abkratzen, grobe Reste bürsten, keine Spülmittel, keine Spülmaschine. Feuchtigkeit im Stein plus schnelle Hitze führt zu Rissen. Leichte Verfärbungen sind normal und beeinträchtigen die Funktion nicht.
- Schieber und Handhabung
- Ohne Pizzaschieber rutscht der Belag leicht oder du verkantest den Stein. Ein mitgelieferter Schieber (wie bei Divertimento oder Loco Bird) spart Extra-Kauf. Mehl oder Grieß auf dem Schieber reduzieren Anhaften; nasse Teige gehören nicht auf den heißen Stein.