- Leistung zur Raumgröße passend wählen
- Als Faustformel reichen rund 100 W Kühlleistung pro Quadratmeter bei normaler Deckenhöhe und mittlerer Dämmung – 2,5 kW also für etwa 20–25 m², 3,5 kW für 30–40 m². Südseiten, Dachgeschosse und offene Grundrisse brauchen Reserve. Herstellerangaben wie „bis 100 m²“ bei 12000 BTU sind unrealistisch und führen zu Dauerbetrieb auf Maximalstufe.
- Fest-Split vs. mobiles Split-System
- Fest installierte Wand-Splits sind leiser, effizienter und optisch cleaner, erfordern aber Bohrungen, Kältemittelleitungen und einen zertifizierten Installateur. Mobile Splits wie die PortaSplit nutzen eine flexible Verbindung zur Außeneinheit und eignen sich für Mietwohnungen, bleiben aber in Handhabung und Abdichtung kompromissbehafteter.
- Inverter, SEER und Heizfunktion
- Inverter regeln die Kompressorleistung stufenlos, halten die Temperatur stabiler und verbrauchen im Teillastbetrieb weniger Strom als Start-Stopp-Geräte. Achte auf A++/A+++ und hohe SEER-Werte; wer im Winter mitheizen will, sollte SCOP bzw. die Heizleistungsangabe bei niedrigen Außentemperaturen prüfen.
- Installation, F-Gase und Betriebskosten
- Arbeiten an der Kältemittelleitung dürfen in Deutschland nur Sachkundige mit F-Gase-Zertifizierung ausführen. Kalkuliere Montage, Elektroanschluss und ggf. Kondensatpumpe ein – oft so teuer wie ein Teil des Geräts. Im Betrieb senken Timer, Eco- und Silent-Modi sowie eine sinnvolle Solltemperatur (z. B. 24–26 °C) die Jahreskosten spürbar.
- Lautstärke, Luftfilter und Smart-Funktionen
- Für Schlafzimmer zählt der Schalldruckpegel des Innengeräts im Niedrigmodus; Werte um oder unter 20–25 dB(A) sind angenehm, Außengeräte belasten Nachbarn. Waschbare Filter und optionaler Entfeuchtungsmodus verbessern das Raumklima. WLAN und App lohnen sich, wenn du Zeitpläne, Abwesenheitskühlung oder Sprachassistenten nutzt.
- Single-, Dual- und Multi-Split
- Ein Innengerät pro Außeneinheit reicht für einen Raum. Dual- oder Multi-Splits versorgen mehrere Zimmer mit einer Außeneinheit und sparen Fassadenplatz. Die Innengeräte sollten in Leistung und Rohrweglänge zur Außeneinheit passen; die Auslegung übernimmt der Fachbetrieb.