- Auflösung und Bildqualität
- Full HD (1080p) reicht für Grundfunktionen, liefert aber bei schnellen Fahrten oder schlechtem Licht oft unscharfe Kennzeichen. QHD (1440p) ist der sinnvolle Mittelweg: deutlich schärfer als Full HD, ohne den Speicherbedarf von 4K. 4K lohnt sich vor allem, wenn du Standbilder als Beweismittel nutzen willst.
- Nachtsicht und Sensorqualität
- Der verbaute Bildsensor entscheidet mehr als die Auflösung. Modelle mit Sony-Starvis- oder ähnlichen BSI-Sensoren liefern bei Dunkelheit deutlich bessere Ergebnisse als günstige CMOS-Sensoren. Stiftung Warentest zeigte, dass viele Dashcams nachts stark schwächeln – achte auf konkrete Testergebnisse bei Nachtaufnahmen.
- GPS-Modul
- Integriertes GPS zeichnet Geschwindigkeit, Datum, Uhrzeit und Strecke direkt ins Video ein. Das erhöht den Beweiswert bei Unfällen erheblich, da Manipulationsvorwürfe schwerer zu erheben sind. Modelle ohne GPS lassen sich oft per Zubehör nachrüsten, was aber zusätzliche Kosten bedeutet.
- Dual-Kamera vs. Einzelkamera
- Eine Frontkamera allein erfasst nur das Geschehen vor dem Fahrzeug. Für Auffahrunfälle von hinten oder Parkschäden ist eine Heckkamera unverzichtbar. Achte darauf, dass das Kabel für die Heckkamera sauber in der Fahrzeugverkleidung verlegt werden kann – das ist bei manchen Fahrzeugtypen aufwendig.
- Parküberwachung
- Parküberwachung erkennt Erschütterungen oder Bewegungen im geparkten Fahrzeug und startet die Aufzeichnung automatisch. Dafür benötigt die Dashcam entweder eine Dauerstromversorgung (Hardwire-Kit) oder einen eigenen Akku. Einige Hersteller verlangen für Cloud-basierte Parküberwachung ein kostenpflichtiges Abo.
- Montage und Diskretion
- Saugnapfhalterungen sind flexibel, können sich aber bei Hitze lösen. Klebehalterungen sitzen fester, sind aber schwerer zu entfernen. Kompakte Modelle hinter dem Rückspiegel sind kaum sichtbar und lenken weniger ab. Prüfe vor dem Kauf, ob das Modell die Sicht auf die Straße oder Fahrerassistenzsysteme beeinträchtigt.