- Innen oder Außen?
- Außenkameras müssen wetterfest sein – achte auf eine IP-Schutzklasse von mindestens IP65. Innenkameras sind in der Regel nicht witterungsbeständig und dürfen nicht im Freien betrieben werden. Manche Modelle wie die Tapo C500 sind für beide Bereiche geeignet, was Flexibilität bietet.
- Auflösung und Bildqualität
- Full HD (1080p) reicht für die meisten Heimanwendungen aus. Wer Gesichter oder Kennzeichen auf Distanz erkennen möchte, sollte zu 2K (4 MP) oder 3K (5 MP) greifen. Höhere Auflösung bedeutet auch mehr Speicherbedarf – das beeinflusst die Wahl des Speichermediums.
- Nachtsicht
- Infrarot-Nachtsicht liefert Schwarzweißbilder bei Dunkelheit. Modelle mit Starlight- oder Farblichtsensor zeigen auch nachts farbige Bilder, sofern minimales Umgebungslicht vorhanden ist. Für Bereiche ohne jede Beleuchtung ist klassische IR-Nachtsicht oft zuverlässiger.
- Speicher: lokal oder Cloud?
- Lokaler Speicher per microSD oder NAS verursacht keine laufenden Kosten und hält Aufnahmen im eigenen Netzwerk. Cloud-Speicher ist bequemer und schützt Aufnahmen auch bei Diebstahl der Kamera, kostet aber monatlich. Viele Kameras unterstützen beides – prüfe, ob ein Abo für die gewünschten Funktionen notwendig ist.
- Stromversorgung
- Netzbetriebene Kameras sind dauerhaft aktiv, erfordern aber eine Steckdose in der Nähe. Akkukameras und Solarkameras sind flexibel platzierbar, können aber bei langer Inaktivität oder schlechtem Wetter an Kapazität verlieren. Für Dauerbetrieb an exponierten Stellen ist Netzbetrieb oder Solar mit ausreichend Sonneneinstrahlung empfehlenswert.
- Datenschutz und rechtliche Hinweise
- In Deutschland gelten strenge Regeln für Videoüberwachung: Öffentliche Bereiche und Nachbargrundstücke dürfen nicht ohne weiteres gefilmt werden. Kameras sollten ausschließlich das eigene Grundstück erfassen. Bei Kameras mit Cloud-Speicher sollte der Serverstandort und die Datenschutzrichtlinie des Herstellers geprüft werden.