- Mobilpumpe oder Kesselkompressor?
- Akku- und 12-V-Kompressoren sind für Reifen, Bälle und Luftmatratzen gedacht: leicht, sofort einsatzbereit, ohne Kessel. Sobald du Nagler, Ratschenschrauber, Ausblaspistole oder längere Lackierarbeiten planst, brauchst du einen Kesselkompressor mit ausreichender Liefermenge. Mischkäufe lohnen sich oft: ein Handgerät im Auto, ein Kesselgerät in der Werkstatt.
- Druck, Ansaugleistung und effektive Liefermenge
- Angaben wie 8 oder 10 bar beschreiben den maximalen Kesseldruck, nicht die Dauerleistung am Werkzeug. Wichtiger ist die Liefermenge in l/min – idealerweise die effektive Abgabeleistung bei Arbeitsdruck (z. B. 6 bar). Für Reifen reichen mobile Geräte; für Drucklufttacker im Dauerbetrieb solltest du die Werkzeug-Anforderung mit der Kompressor-Liefermenge abgleichen.
- Lautstärke und Aufstellort
- Klassische ölgeschmierte Kolbenkompressoren sind oft sehr laut und für Wohngebiete ungeeignet. Flüster- bzw. Silent-Modelle mit Angaben um 60–70 dB sind in Garage und Keller spürbar angenehmer. Plane außerdem Abstellfläche, Belüftung und – bei Kesselgeräten – den Transportweg: 24-Liter-Modelle sind handlich, große 50-Liter-Geräte deutlich schwerer.
- Ölfrei vs. ölgeschmiert
- Ölfreie Kompressoren sind wartungsärmer und liefern sauberere Luft für Lackieren und Ausblasen – deshalb im Heimwerkerbereich weit verbreitet. Ölgeschmierte Modelle laufen oft langlebiger und leiser im Profi-Dauereinsatz, brauchen aber Ölwechsel und sind empfindlicher bei Transport in Schräglage. Für die meisten Haushalte ist ölfrei der praktischere Weg.
- Ausstattung, die im Alltag zählt
- Bei Mobilgeräten entscheiden Abschaltautomatik, gut ablesbares Display, passende Ventilaufsätze und Akkulaufzeit. Bei Kesselkompressoren achten auf Druckminderer mit zwei Manometern, Wasserabscheider, Schnellkupplung und serienmäßige Schläuche. Ersatzdichtungen und gängige Kupplungssysteme erleichtern späteren Zubehörkauf.