- Linearer vs. algorithmischer Sequencer
- Lineare Sequencer wie der Metropolix arbeiten mit festen Schrittreihen, die du direkt programmierst – ideal für Melodien und strukturierte Arrangements. Algorithmische Sequencer wie der Torso T-1 generieren Muster auf Basis von Regeln und Wahrscheinlichkeiten, was sich besonders für generative und sich entwickelnde Musik eignet. Überlege, welches Kompositionsmodell zu deiner Arbeitsweise passt.
- Anzahl der Spuren und Polyphonie
- Für einfache mono-melodische Linien reicht eine Spur. Willst du mehrere Synthesizer oder Voices gleichzeitig sequenzieren, brauchst du mindestens zwei bis acht Spuren. Module wie der Hermod+ mit acht Spuren eignen sich für komplexe, mehrstimmige Arrangements, während der Metropolix mit zwei dedizierten Spuren gezielt für harmonisches Spiel ausgelegt ist.
- MIDI-Konnektivität
- Nicht jeder Eurorack-Sequencer hat einen MIDI-Ausgang. Wenn du externe Synthesizer, Drumcomputer oder DAW-Plugins einbinden möchtest, ist ein integrierter MIDI-Anschluss (DIN oder USB) ein erheblicher Vorteil. Andernfalls benötigst du ein separates MIDI-Interface-Modul, was zusätzliche HP und Kosten bedeutet.
- HP-Breite und Rack-Platz
- Sequencer gehören zu den breiteren Modulen im Eurorack. Ein 40-HP-Modul wie der Metropolix oder der PROGRAMM belegt einen erheblichen Teil eines Standard-84-HP-Racks. Plane den verfügbaren Platz realistisch ein und berücksichtige, dass du neben dem Sequencer noch Oszillatoren, Filter und Hüllkurven unterbringen musst.
- Speicher und Live-Performance
- Für den Live-Einsatz ist es wichtig, wie viele Patterns und Songs ein Sequencer speichern kann und wie schnell du zwischen ihnen wechseln kannst. Der PROGRAMM speichert bis zu 64 Sequenzen und 32 Songs, der Metropolix bietet Snapshots für schnelle Übergänge. Teste im Vorfeld, ob der Workflow des Moduls zu deiner Performance-Praxis passt.
- Bedienkonzept und Lernkurve
- Eurorack-Sequencer unterscheiden sich stark in ihrer Bedienlogik. Module mit dediziertem Display und beschrifteten Tastern (Metropolix, Hermod+) sind schneller erlernbar. Konzeptionell ungewöhnliche Module wie der RENE Mk2 oder algorithmische Sequencer erfordern mehr Einarbeitung, bieten dafür aber einzigartige kreative Möglichkeiten, die lineare Sequencer nicht abbilden können.