- Druck und Fördermenge richtig einschätzen
- Der Arbeitsdruck (bar) allein sagt wenig aus – entscheidend ist das Zusammenspiel mit der Fördermenge (l/h). Für Gartenmöbel und Fahrräder reichen 100–120 bar und 300–400 l/h. Terrassen, Einfahrten und Fassaden verlangen mindestens 130 bar und 450 l/h. Wer Moos oder Algen bekämpfen will, sollte zu 150 bar und mehr greifen.
- Schlauchlänge und Aktionsradius
- Ein kurzer Schlauch (5 m) zwingt dich, das Gerät ständig umzustellen – besonders lästig bei größeren Flächen. Für Haus und Garten sind 8–10 m deutlich komfortabler. Beachte: Verlängerungsschläuche reduzieren den Druck am Auslass spürbar.
- Kabelgebunden oder Akku?
- Kabelgebundene Geräte liefern konstant hohe Leistung und sind wartungsärmer. Akku-Hochdruckreiniger punkten mit Mobilität, haben aber deutlich weniger Druck (unter 30 bar) und kürzere Laufzeiten. Sie eignen sich für leichte Aufgaben ohne Steckdose in der Nähe, nicht als vollwertiger Ersatz.
- Zubehör und Erweiterbarkeit
- Dreckfräser (Rotationsdüse) und Flächenreiniger sind die nützlichsten Ergänzungen: Der Dreckfräser löst hartnäckige Flecken schneller, der Flächenreiniger verhindert Streifen auf Platten. Achte darauf, ob passendes Zubehör für dein Modell erhältlich ist – Kärcher hat hier das breiteste Sortiment.
- Motortyp und Langlebigkeit
- Induktionsmotoren (bürstenlos) laufen leiser, kühlen besser und halten länger als Universalmotoren. Sie finden sich vor allem in der mittleren und oberen Preisklasse. Für gelegentlichen Heimgebrauch reicht ein Universalmotor; wer das Gerät regelmäßig und länger betreibt, sollte zum Induktionsmotor greifen.
- Wasseranschluss und Selbstansaugung
- Die meisten Heimgeräte benötigen einen Wasseranschluss mit mindestens 0,15 bar Vordruck – also einen normalen Gartenhahn. Einige Modelle können auch aus einem Eimer oder einer Regentonne ansaugen (Selbstansaugung). Diese Funktion ist praktisch, wenn kein Wasseranschluss in der Nähe ist, aber nicht alle Geräte bieten sie.