- Mesh oder Kompressor?
- Mesh-Inhalatoren (Schwingmembran) sind leise, kompakt und oft lageunabhängig – ideal für Kinder, Reisen und abendliche Nutzung. Kompressor-Geräte sind robuster, haben keine Mesh-Verschleißteile und sind bei ärztlich verordneter Dauertherapie sowie bestimmten Medikamenten oft die erste Wahl. Für reine Erkältungs-Kochsalzinhalation reichen beide Bauarten.
- Partikelgröße und Atemwegstiefe
- Entscheidend ist die mittlere Partikelgröße (häufig als MMAD angegeben). Feiner Nebel im Bereich von etwa 1–5 µm erreicht eher die tieferen Atemwege; größere Tröpfchen verbleiben eher in Nase und Rachen. Achte auf Herstellerangaben und – bei Medikamenten – auf die Empfehlung in der Packungsbeilage bzw. des Arztes.
- Lautstärke und Akzeptanz
- Kompressoren erzeugen Betriebsgeräusch und Vibration; das senkt vor allem bei Kleinkindern die Compliance. Mesh-Geräte liegen oft im Flüsterniveau und lassen sich auch im abgedunkelten Kinderzimmer einsetzen. Wenn du regelmäßig abends inhalierst, sollte Lautstärke ein Hauptkriterium sein.
- Hygiene, Reinigung und Verschleiß
- Verneblerkammer, Masken und Mundstück nach jeder Nutzung reinigen und trocknen, sonst drohen Verkeimung und verstopfte Düsen bzw. Mesh-Öffnungen. Bei Mesh-Geräten ist das Membranmodul ein Verschleißteil. Kompressoren brauchen periodisch Luftfilterwechsel laut Anleitung.
- Medikamente vs. Kochsalz
- Isotonische oder hypertone Kochsalzlösung ist der typische Hausgebrauch. Verschreibungspflichtige Inhalativa nur mit Geräten und Zubehör nutzen, die dafür freigegeben sind – und nach ärztlicher Anweisung. Nicht jede Lösung darf in jedem Ultraschall- oder Mesh-Gerät vernebelt werden.
- Kinder: Maskensitz und Geduld
- Für Kinder zählt ein dicht sitzende, weiche Maske mehr als maximale Geräteleistung. Kurze Sitzungen, ruhige Geräuschkulisse und lageunabhängige Mesh-Geräte erleichtern die Anwendung. Säuglinge und chronisch kranke Kinder gehören in ärztliche Beratung, bevor du ein Gerät anschaffst.