- WLAN, LAN oder PoE im Heimnetz
- WLAN-Kameras sind schnell installiert, teilen sich aber Bandbreite und sind störanfälliger bei dicken Wänden. LAN- oder PoE-Modelle liefern stabilere Streams und entlasten das WLAN – sinnvoll ab mehreren Kameras oder 4K. Prüfe vor dem Kauf, ob dein Router getrennte IoT-SSIDs oder VLANs anbietet, damit Kameras isoliert vom restlichen Heimnetz laufen.
- Lokale Speicherung vs. Cloud-Abo
- Im Auslieferzustand sind viele Kameras nur Live-Viewer. Dauerhafte Clips brauchst du per Micro-SD, NVR/NAS oder Cloud. SD-Karten verursachen kaum Folgekosten, können bei Diebstahl aber mit dem Gerät verschwinden. Cloud kostet monatlich, lagert Daten aus und erleichtert den Zugriff von unterwegs – fürs Heimnetz oft die schlechtere Default-Wahl, wenn du Abos vermeiden willst.
- Innen, Außen, Akku oder Feststrom
- Innenkameras mit PTZ eignen sich für flexible Raumüberwachung; Außenmodelle brauchen IP65-taugliche Gehäuse und sinnvolle Nachtsicht. Akku-Kameras sparen Kabel, verlangen aber realistische Erwartungen an Laufzeit und Ladezyklen. Feststrom- und Floodlight-Kameras sind wartungsärmer, setzen aber einen Anschluss voraus.
- Erkennung, Fehlalarme und Privatsphäre
- Personen-, Fahrzeug- oder Paketerkennung reduziert nutzlose Clips gegenüber reiner Pixelbewegung. Aktivitätszonen und Privatzonen-Schwärzung sind Pflicht, wenn Gehwege oder Nachbarfenster im Bild liegen. Rechtlich gilt: öffentliche Bereiche und fremde Grundstücke nicht dauerhaft identifizierbar erfassen – Montagewinkel und Zonen entsprechend setzen.
- Smart-Home- und Heimnetz-Integration
- Wer bereits Home Assistant, Frigate, Matter oder herstellereigene Hubs nutzt, sollte RTSP, lokale APIs oder offizielle Integrationen prüfen. Geschlossene Cloud-only-Kameras lassen sich schwerer automatisieren. Achte auf Zwei-Faktor-Login, getrennte Kamerakonten und Firmware-Updates – schwacher Datenschutz war in unabhängigen Tests ein wiederkehrender Abwerter.
- Auflösung, Zoom und Nachtbild
- 2K reicht für Eingang und Zimmer oft aus; 4K hilft bei weiten Außenflächen, wenn Bitrate und Speicher mitspielen. Optischer Zoom schlägt reines Digitalzoomen bei Details in der Ferne. Vollfarb-Nachtsicht braucht Restlicht oder Spotlights; reine IR-Bilder sind sparsam, aber monochrom und reichweitenabhängig.