- MIPS und Kinnschutz – was wirklich zählt
- MIPS ist eine bewegliche Zwischenschale, die Rotationskräfte beim schrägen Aufprall reduzieren soll. Kinnschutz meint hier einen echten Fullface-Kinnbügel aus dem Helmsystem, nicht nur gepolsterte Kinnriemen. Für Bikepark, steile Trails und Sprünge brauchst du beides; für reine Stadtwege oft nur MIPS ohne Bügel.
- Kopfumfang 55–58 cm richtig messen
- Miss mit einem flexiblen Maßband waagerecht über Stirn und Hinterkopf, etwa 2 cm über den Augenbrauen. Liegt der Wert zwischen 55 und 58 cm, wählst du die Herstellergröße, deren Spanne diesen Bereich abdeckt (häufig M 55–59). Der Helm muss fest sitzen, ohne Druckstellen; mit geschlossenem Riemen darf er sich nicht nach vorn über die Augen schieben lassen.
- Fester vs. abnehmbarer Kinnbügel
- Feste Bügel (Bell Sanction, Giro Disciple, Cratoni WildCat) sind steifer und alltagstauglich im Park. Abnehmbare Systeme (MET Parachute MCR, Giro Switchblade) sparen einen zweiten Helm auf Tour, erfordern aber sauberes Einrasten und etwas mehr Pflege. Für reines Downhill-Training reicht fest; für Trail plus Rückfahrt lohnt abnehmbar.
- Gewicht, Luft und Tragekomfort
- Fullface-Helme mit MIPS liegen oft zwischen gut 800 und über 1000 g. Achte auf große Stirn- und Kinnbelüftung sowie waschbare Polster – sonst wird der Helm bei Anstiegen abgesetzt. Wangenpolster sollten eng, aber nicht schmerzhaft sitzen; viele Modelle erlauben den Tausch dünnerer Polster.
- Normen und Einsatzbereich
- Für MTB-Fullface sind je nach Modell EN 1078 plus zusätzliche Fullface-Anforderungen üblich; downhill-orientierte Helme orientieren sich oft an ASTM-Kriterien. Kauf nur Helme mit erkennbarer CE-Kennzeichnung und nachvollziehbarer Größenangabe in Zentimetern. Nach einem spürbaren Sturz oder sichtbaren Rissen gehört der Helm ausgetauscht – MIPS ersetzt das nicht.