- Raumgröße und CADR-Wert
- Der wichtigste technische Kennwert ist der CADR (Clean Air Delivery Rate) – er gibt an, wie viel Luft das Gerät pro Stunde reinigt. Als Faustregel gilt: Der CADR-Wert sollte mindestens dem zweifachen Raumvolumen entsprechen. Für ein 20-m²-Zimmer mit 2,5 m Deckenhöhe (50 m³) benötigst du also mindestens 100 m³/h. Herstellerangaben zur Raumgröße sind oft optimistisch – lieber eine Nummer größer wählen.
- Filtertyp: HEPA ist Pflicht
- Nur Geräte mit echtem HEPA-Filter (mindestens H13) halten Feinstaub, Pollen und viele Bakterien zuverlässig zurück. Günstige Geräte mit Eigenbezeichnungen wie 'HEPA-ähnlich' oder 'True HEPA' ohne Zertifizierung sind oft deutlich schlechter. Ein zusätzlicher Aktivkohlefilter ist sinnvoll, wenn Gerüche oder flüchtige organische Verbindungen (VOCs) ein Thema sind.
- Geräuschpegel im Betrieb
- Im Schlafzimmer oder Büro ist der Schallpegel entscheidend. Achte auf den Wert in dB(A) auf der niedrigsten Stufe – unter 30 dB(A) gilt als sehr leise. Viele Hersteller geben nur den Maximalwert an; Testberichte liefern hier verlässlichere Zahlen. Geräte mit 'Nachtmodus' oder automatischer Regelung sind praktisch, weil sie die Lautstärke an die Luftqualität anpassen.
- Filterkosten und Wechselintervalle
- Die Anschaffungskosten sind nur ein Teil der Gesamtkosten. Ersatzfilter kosten je nach Modell zwischen 20 und 80 Euro und müssen alle 6 bis 12 Monate gewechselt werden. Rechne die Jahreskosten für Filter in deine Kaufentscheidung ein – günstige Geräte mit teuren Filtern können langfristig teurer werden als teurere Modelle mit günstigen Ersatzteilen.
- App-Steuerung und Sensoren
- Integrierte Luftqualitätssensoren zeigen Feinstaub (PM2.5) und teils VOC-Werte in Echtzeit an – das ist nützlich, um den tatsächlichen Bedarf zu erkennen. App-Steuerung ermöglicht Zeitpläne und Fernzugriff, bindet dich aber an Hersteller-Ökosysteme. Wer keine App-Abhängigkeit möchte, ist mit manuell bedienbaren Geräten wie dem Bosch Air 4000 gut beraten.
- Energieverbrauch
- Luftreiniger laufen oft viele Stunden täglich – der Stromverbrauch summiert sich. Effiziente Geräte verbrauchen im Normalbetrieb unter 10 Watt, im Turbo-Modus deutlich mehr. Der Stiftung-Warentest-Umwelttipp für den Bosch Air 4000 zeigt, dass Energieeffizienz ein messbares Kriterium ist. Achte auf Angaben zum Jahresverbrauch oder teste mit einem Strommessgerät.