- Amplitude: Der entscheidende Leistungsfaktor
- Die Amplitude gibt an, wie tief der Massagekopf in den Muskel eindringt. Günstige Modelle erreichen oft nur 6–10 mm, Profi-Geräte wie die Theragun-Reihe 16 mm. Für echte Tiefenmassage nach intensivem Sport solltest du mindestens 12 mm anstreben. Für Entspannung und leichte Regeneration reichen auch 8–10 mm.
- Lautstärke: Wichtig für Alltag und Büro
- Billige Massagepistolen können sehr laut sein (über 70 dB), was die Anwendung unangenehm macht. Modelle wie der Hypervolt Go 2 arbeiten deutlich leiser und eignen sich auch in ruhigen Umgebungen. Achte auf Herstellerangaben in Dezibel – unter 55 dB gilt als leise.
- Akkulaufzeit und Ladezeit
- Für gelegentliche Nutzung reichen 60–90 Minuten Laufzeit. Wer täglich mehrere Körperzonen behandelt oder das Gerät auf Reisen mitnimmt, sollte mindestens 120 Minuten einplanen. USB-C-Laden ist praktischer als proprietäre Kabel, wird aber nicht von allen Modellen unterstützt.
- Aufsätze und Einsatzbereiche
- Die meisten Massagepistolen liefern 4–6 Aufsätze mit. Der runde Kugelkopf eignet sich für große Muskelgruppen, der spitze Bullet-Kopf für tiefe Triggerpunkte, der flache Kopf für empfindlichere Bereiche. Prüfe, ob die mitgelieferten Aufsätze zu deinen Hauptanwendungsbereichen passen.
- Ergonomie und Griffdesign
- Ein gerader Griff ist günstig, aber für den eigenen Rücken schwer zu nutzen. Der Dreiecks-Griff von Therabody ermöglicht mehrere Griffpositionen und erleichtert die Selbstmassage erheblich. Gewicht und Balance sind besonders bei längerer Anwendung relevant – über 1 kg wird schnell ermüdend.
- Wärme- und Zusatzfunktionen
- Einige Modelle wie der Medisana MG 600 kombinieren Perkussion mit Wärme oder Kälte, was bei Verspannungen oder nach Verletzungen sinnvoll sein kann. App-Integration (Therabody) bietet geführte Routinen, ist aber kein Muss. Überlege, welche Zusatzfunktionen du tatsächlich nutzen würdest.