- Motorposition und Antriebsart
- Mittelmotor (z. B. Bosch, Shimano Steps) bieten ein natürlicheres Fahrgefühl und eignen sich besser für hügeliges Gelände, da sie mit der Gangschaltung zusammenarbeiten. Nabenantriebe sind leiser und wartungsärmer, aber weniger effizient an Steigungen. Für den Stadtbetrieb auf flachem Terrain sind beide Varianten geeignet.
- Akku: Kapazität und Tauschbarkeit
- Die nominelle Wattstunden-Angabe entspricht nicht immer der realen Kapazität – der Stiftung-Warentest-Test zeigte beim Tenways CGO600 eine Abweichung von 23 Prozent. Achte auf einen frei tauschbaren Akku: Fest verbaute Akkus sind nach einigen Jahren oft teuer oder gar nicht mehr zu ersetzen, was die Lebensdauer des gesamten Rads begrenzt.
- Antriebsstrang: Kette oder Riemen
- Riemenantriebe (Gates Carbon Drive) sind wartungsfrei, schmutzunempfindlich und langlebig – ideal für Alltagspendler. Sie erfordern jedoch eine Nabenschaltung, was die Ganganzahl auf 5–14 begrenzt. Kettenschaltungen bieten mehr Gänge und sind günstiger in der Anschaffung, müssen aber regelmäßig gereinigt und geölt werden.
- Bremssystem
- Hydraulische Scheibenbremsen sind bei E-Bikes aufgrund des höheren Gewichts und der möglichen Geschwindigkeit der Standard. ABS-Systeme (z. B. beim Pegasus Premio EVO ABS) verhindern das Blockieren des Vorderrads und erhöhen die Sicherheit besonders bei Nässe – sie machen das Rad aber schwerer und teurer.
- Alltagsausstattung und Reparierbarkeit
- Ein vollausgestattetes E-Bike mit Licht, Schutzblechen, Gepäckträger und Ständer spart nachträgliche Kosten und Aufwand. Die Stiftung Warentest empfiehlt explizit, auf gute Reparierbarkeit und Ersatzteilversorgung zu achten. Prüfe vor dem Kauf, ob ein lokaler Händler die Marke betreut – das vereinfacht Wartung und Garantieabwicklung erheblich.
- Probefahrt und Händlernetz
- Kein Testbericht ersetzt eine Probefahrt: Geometrie, Sitzposition und das Ansprechverhalten des Motors sind individuell sehr verschieden. Viele Händler verleihen E-Bikes für mehrere Stunden oder übers Wochenende und rechnen die Leihgebühr auf den Kaufpreis an. Laut ADAC-Test gewähren 88 Prozent der Händler Rabatte – es lohnt sich, direkt nachzufragen.