- Personenzahl und Raumgefühl
- Zelte werden nach Nennkapazität angegeben, die in der Praxis eng ist. Für zwei Personen mit Gepäck empfiehlt sich ein 2-Personen-Zelt mit zwei Apsiden oder ein 3-Personen-Modell. Familien sollten Schlafkabinen zählen, nicht nur die Gesamtpersonenzahl.
- Gestängematerial: Aluminium vs. Fiberglas
- Aluminium-Gestänge sind leichter, flexibler und brechen seltener – sie sind Standard bei Trekking- und Qualitätszelten. Fiberglas ist günstiger, aber schwerer und bei Kälte bruchgefährdet. Wer das Zelt trägt, sollte auf Aluminium setzen; für Autofahrer ist Fiberglas akzeptabel.
- Wassersäule und Nähte
- Die Wassersäule gibt an, wie viel Wasserdruck das Außenzelt aushält. Ab 3.000 mm ist ein Zelt für mitteleuropäischen Regen geeignet, ab 5.000 mm auch für Dauerregen und Wind. Ebenso wichtig: Sind die Nähte werkseitig versiegelt (getaped)? Ohne Nahtabdichtung nützt eine hohe Wassersäule wenig.
- Doppelwandig vs. einwandig
- Doppelwandige Zelte bestehen aus Innenzelt und separatem Außenzelt – das reduziert Kondenswasser am Schlafsack erheblich. Einwandige Zelte sind leichter, aber anfälliger für Kondensation. Für Anfänger und feuchte Klimazonen ist doppelwandig klar zu bevorzugen.
- Packmaß und Gewicht
- Für Trekking gilt: unter 2 kg für ein 2-Personen-Zelt ist gut, unter 1,5 kg sehr gut. Für Campingplätze mit Auto spielt das Gewicht kaum eine Rolle – hier zählen Stehhöhe, Wohnkomfort und Schlafkabinen mehr. Packmaß und Gewicht immer im Kontext des Transportwegs bewerten.
- Standfestigkeit und Abspannen
- Kuppelzelte stehen auch ohne Heringe, Tunnelzelte nicht. Wer auf exponierten Standplätzen oder in windreichen Regionen zeltet, sollte auf Kuppelform oder gut abgespannte Tunnelzelte setzen. Mitgelieferte Heringe sind oft minderwertig – ein Satz robuster Y-Heringe aus Aluminium ist eine sinnvolle Ergänzung.