- Leistung und realistische Raumgröße
- Plane bei Infrarot grob 50–100 W pro m², abhängig von Dämmung, Deckenhöhe und ob du nur zusheizt. 450–600 W eignen sich für Bad, Arbeitszimmer oder Zonenwärme; ab 1000 W wird die Nutzung in Wohn- oder Schlafzimmern bis ca. 15–20 m² realistischer. Herstellerangaben zu m² sind oft optimistisch – lieber eine Klasse höher wählen oder zwei Geräte verteilen, statt ein unterdimensioniertes Paneel dauerhaft auf Volllast laufen zu lassen.
- Mobil heißt nicht gleich rollbar
- Unterscheide klar: Dual-Modelle mit Standfüßen stellst du frei auf oder hängst sie an die Wand. Echte Roll-Standgeräte verschiebst du ohne Abbau von Raum zu Raum. Reine Wandpaneele ohne Stativ sind keine mobilen Heizungen im engeren Sinn. Wenn du mietest oder die Heizung nur saisonal brauchst, sind Stand- und Rollmodelle die praktischere Wahl.
- Thermostat, Timer und Smart-Steuerung
- Ohne Thermostat heizt das Gerät ungeregelt und verbraucht unnötig Strom. Ein integriertes oder externes Thermostat hält die Zieltemperatur und taktet ab. Smart-Modelle mit App erlauben Zeitpläne, Abschaltung von unterwegs und oft Sprachassistenten – sinnvoll, wenn Infrarot nur zu festen Zeiten laufen soll (Homeoffice, Bad morgens/abends).
- Stromkosten und Einsatzzweck
- Infrarot wandelt Strom nahezu vollständig in Wärme um, spart aber nur dann spürbar, wenn du gezielt Personen oder Zonen erwärmst statt der gesamten Luftmasse. Als Dauer-Vollheizung in schlecht gedämmten Räumen wird jede Elektroheizung teuer. Rechne grob: 1000 W über eine Stunde ≈ 1 kWh – multipliziert mit deinem Arbeitspreis. Ideal als Übergangsheizung, Badzusatz oder für selten genutzte Räume.
- Sicherheit und Aufstellort
- Achte auf Kippschutz bei Standgeräten, Überhitzungsschutz und ausreichenden Abstand zu Möbeln, Vorhängen und brennbaren Materialien. Im Bad nur Modelle mit passender Schutzart und fachgerechtem Anschluss. Strahler für Terrassen nur überdacht und windgeschützt betreiben; stehende Wasserpfützen und offene Regenflächen sind tabu.