- Verfahren zuerst wählen
- MIG/MAG ist der Allrounder für Stahl, Profile und längere Nähte – mit Drahtrolle und Schutzgas arbeitest du schnell und reproduzierbar. WIG liefert die saubersten Nähte an Edelstahl und Aluminium, ist aber langsamer und anspruchsvoller. MMA (E-Hand) braucht wenig Equipment und verzeiht Wind im Freien, erzeugt aber mehr Spritzer und Schlacke.
- AC/DC nur wenn Aluminium dran ist
- Für Aluminium brauchst du WIG mit Wechselstrom (AC), idealerweise mit HF-Zündung. Reine DC-WIG- oder MIG-only-Geräte scheiden dafür aus. Wenn Aluminium nur selten vorkommt, kann ein günstiges AC/DC-WIG-Zweitgerät sinnvoller sein als ein teures All-in-One.
- Ampere, Einschaltdauer und Netz
- Für Blech und typische Heimwerkerjobs reichen oft 140–160 A; 200 A geben Reserve bei dickeren Querschnitten. Wichtiger als der Peak-Wert ist die Einschaltdauer bei deinem Arbeitsstrom. Fast alle hier genannten Inverter laufen an 230 V – prüfe Absicherung und Leitungslänge, bevor du mit 200 A in die Volllast gehst.
- Synergie, Flux und Zubehör
- Synergische Programme nehmen Einsteigern die grobe Fehlparametrierung ab, ersetzen aber kein Grundverständnis für Material und Gas. Fülldraht (Flux) ermöglicht gasloses MIG-Schweißen im Freien, ist aber nicht gleichwertig zu MAG mit Gas. Kalkuliere Brenner, Haube, Elektroden, Draht und Gasflasche von Anfang an mit ein.
- Kombi-Geräte vs. Spezialisten
- Multi-Prozess-Kombis sparen Platz und sind praktisch, wenn du wirklich mehrere Verfahren nutzt. Sobald ein Verfahren dominiert – z. B. nur Karosserie-MIG oder nur Alu-WIG – ist ein darauf ausgelegtes Gerät oft bedienungsfreundlicher und im Alltag effizienter. Plasma im Kombi lohnt sich vor allem, wenn du regelmäßig schneiden musst.