- Bohrschrauber oder Schlagbohrschrauber?
- Ein reiner Bohrschrauber eignet sich für Holz, Metall und Kunststoff sowie für Schraubarbeiten aller Art. Wer auch in Mauerwerk, Beton oder Stein bohren möchte, braucht einen Schlagbohrschrauber mit Schlagfunktion. Für Hartgestein ist ein Bohrhammer die bessere Wahl – ein Schlagbohrschrauber ist dort nur bedingt geeignet.
- Bürstenloser Motor: Wann lohnt er sich?
- Bürstenlose Motoren (BL, Brushless) arbeiten effizienter, erzeugen weniger Wärme und haben eine deutlich längere Lebensdauer als Bürstenmotoren. Für gelegentliche Heimwerkerarbeiten ist ein Bürstenmotor ausreichend. Wer das Gerät regelmäßig oder intensiv nutzt, profitiert langfristig vom bürstenlosen Antrieb – auch wenn der Anschaffungspreis höher ist.
- Akkusystem und Kompatibilität
- Akkuschrauber sind an das Akkusystem des jeweiligen Herstellers gebunden. Wer bereits Geräte von Bosch, Makita oder Metabo besitzt, sollte im selben System bleiben, um Akkus und Ladegeräte zu teilen. Wer neu einsteigt, sollte prüfen, wie groß das Angebot an kompatiblen Werkzeugen ist – Bosch Professional und Makita LXT bieten die breiteste Auswahl.
- Drehmoment und Drehmomentstufen
- Das maximale Drehmoment (in Nm) bestimmt, wie kraftvoll das Gerät schrauben kann. Für Möbelmontage und leichte Arbeiten reichen 30–40 Nm. Für Holzbau, Terrassenbau oder häufiges Bohren in harte Materialien sollten es mindestens 50–60 Nm sein. Wichtig ist auch die Anzahl der Drehmomentstufen: Mehr Stufen ermöglichen präziseres Arbeiten ohne Überdrehen von Schrauben.
- Solo oder Set kaufen?
- Viele Profi-Modelle werden als Solo-Gerät ohne Akku verkauft – das ist sinnvoll, wenn man bereits passende Akkus besitzt. Wer neu einsteigt, sollte auf ein Set mit Akku und Ladegerät achten, da der separate Kauf teurer ist. Günstige Einstiegsmodelle werden fast immer als Set angeboten.
- Gewicht und Ergonomie
- Akkuschrauber werden oft über den Kopf oder in engen Positionen eingesetzt. Ein geringeres Gewicht (unter 1,5 kg ohne Akku) reduziert die Ermüdung bei längeren Arbeiten spürbar. Kompakte Bauformen sind besonders in beengten Einbausituationen wie Küchenmontagen oder Dachstuhlarbeiten vorteilhaft.