- Navigationstechnologie: Kabel, RTK oder LiDAR?
- Klassische Mähroboter arbeiten mit einem verlegten Begrenzungskabel – günstig, aber aufwendig in der Installation und anfällig für Beschädigungen. Moderne kabellose Modelle nutzen RTK-GPS (sehr präzise bei freiem Himmel), LiDAR (3D-Kartierung, GPS-unabhängig) oder KI-Vision-Kameras. Tri-Fusion-Systeme wie beim Mammotion LUBA 3 kombinieren alle drei Technologien für maximale Zuverlässigkeit. Wer einen Garten mit viel Baumbestand oder schlechtem GPS-Empfang hat, sollte auf LiDAR-fähige Modelle setzen.
- Flächenleistung und Akkulaufzeit
- Die angegebene Maximalfläche gilt unter optimalen Bedingungen – bei komplexen Gärten mit Hindernissen, Steigungen oder mehreren Zonen solltest du einen Puffer von 20–30 % einplanen. Achte auf die Akkulaufzeit und Ladezeit: Ein Roboter, der für 600 m² ausgelegt ist, aber nur 60 Minuten Laufzeit hat, muss bei großen Flächen mehrfach laden. Für Gärten über 1.500 m² empfehlen sich Modelle mit Allradantrieb und langer Akkulaufzeit.
- Steigungsfähigkeit und Geländetauglichkeit
- Standardmodelle schaffen Steigungen bis etwa 20–25°, was für die meisten Hausgärten ausreicht. Bei Hängen über 30° sind Allradmodelle (AWD) klar im Vorteil – sie verlieren weniger Traktion und mähen gleichmäßiger. Prüfe außerdem, ob der Roboter bei Nässe sicher arbeitet: Ein Regensensor ist Standard, aber die Qualität der Nassfahreigenschaften variiert stark.
- Hinderniserkennung und Sicherheit
- Günstige Modelle erkennen Hindernisse nur per Kontaktsensor – sie fahren dagegen und weichen dann aus. Hochwertigere Geräte nutzen Kameras oder LiDAR, um Hindernisse (Spielzeug, Gartenschläuche, Tiere) frühzeitig zu erkennen und zu umfahren. Für Gärten, in denen Kinder oder Haustiere unterwegs sind, ist eine aktive Hinderniserkennung per Kamera empfehlenswert. Alle aktuellen Modelle haben einen Hebesensor, der das Messer sofort stoppt.
- Installation und Einrichtung
- Kabellose Mähroboter erfordern keine Verlegung von Drähten, dafür aber eine sorgfältige digitale Kartierung per App. RTK-Modelle benötigen außerdem eine Basisstation mit freiem Himmelskontakt. Plane für die Ersteinrichtung 1–3 Stunden ein. Kabelmodelle sind in der App-Bedienung oft einfacher, aber die physische Installation des Begrenzungskabels ist zeitaufwendig und muss bei Beschädigungen repariert werden.
- Langzeitkosten und Ersatzteile
- Neben dem Kaufpreis fallen regelmäßig Kosten für Ersatzmesser an (je nach Modell 10–30 € pro Jahr). Bei RTK-Modellen kann ein Abonnement für Korrekturdaten anfallen – prüfe, ob der Dienst im Kaufpreis enthalten ist oder separat berechnet wird. Etablierte Marken wie Husqvarna oder Worx haben ein breites Ersatzteilnetz; bei neueren Herstellern wie Mammotion oder Dreame ist die Langzeitverfügbarkeit noch weniger erprobt.