- Lautsprecherleistung realistisch einschätzen
- Integrierte Systeme liegen typischerweise zwischen etwa 2 × 7 W und 2 × 13 W. Das reicht für Wohnzimmer, Unterricht und kleine unplugged-Situationen – nicht für laute Bands. Achte auf die Watt-Angabe und, ob Stereo-Boxen frontseitig abstrahlen; reine „Behelfs-LS“ klingen schnell dünn und verzerren bei Bass-Akkorden.
- Tastaturmechanik vor dem Sound priorisieren
- Bei Stagepianos mit Lautsprechern entscheidet vor allem die Hammermechanik über den Langzeitnutzen. Escapement/Druckpunkt (z. B. Roland PHA-4) und gestaffelte Gewichtung (Graded Hammer) kommen dem akustischen Klavier näher als rein federgewichtete Tastaturen. Wenn möglich, Anschlag und Repetition im Laden oder per Rücksenderecht vergleichen.
- Gewicht und Transport
- Modelle um 11 kg (etwa Kawai ES-60, Yamaha P-145) sind spürbar alltagstauglicher als 19-kg-Geräte. Plane Ständer, Pedal und Tasche mit ein: Das Gesamtgewicht entscheidet, ob du das Instrument regelmäßig allein trägst. Für reine Studio-Nutzung darf es schwerer und klanglich großzügiger ausfallen.
- Polyphonie und Sound-Umfang
- 64 Stimmen reichen für schlichtes Klavierspiel, werden bei Sustain, Layer (Dual) und dichten Arrangements aber eng. 192–256 Stimmen lassen mehr Luft. Wenige Piano- und E-Piano-Sounds genügen zum Üben; wer Bands, Unterricht mit Begleitrhythmen oder Sounddesign will, sollte auf mehr Timbre, Split/Dual und Effekte achten.
- Anschlüsse: Kopfhörer, USB, Bluetooth, Line-Out
- Zwei Kopfhörerbuchsen erleichtern Unterricht. USB-to-Host und Bluetooth-MIDI/Audio verbinden Apps und DAWs ohne Extra-Interface. Für Auftritte mit Mischpult zählt ein sauberer Line-Out (Stereo-Klinke); wer nur über die internen Boxen spielt, kommt schlanker aus, opfert aber Flexibilität auf der Bühne.