- Navigation: LiDAR, RTK oder KI-Vision
- Ohne Begrenzungskabel braucht der Roboter eine robuste Ortung. LiDAR baut eine lokale 3D-Karte auf und bleibt unter Bäumen oft stabil, RTK korrigiert GPS auf Zentimeter und liefert gerade Bahnen, ist aber auf Satelliten- und Referenzsignal angewiesen. KI-Vision startet am einfachsten, kann bei Dunkelheit oder unregelmäßigem Schnittbild aber schwächer abschneiden. In schattigen oder verwinkelten Gärten sind LiDAR oder Fusionssysteme meist die sicherere Wahl.
- Flächenangabe realistisch einordnen
- Herstellerwerte gelten für ideale, wenig strukturierte Rasenflächen. Engstellen, Inseln, hohe Grashöhe und häufige Hindernisse reduzieren die praktische Tagesleistung. Plane eher 20–30 % Puffer ein und achte auf Akku, Schnittbreite und ob der Roboter mehrere Zonen selbst anfahren kann.
- Hanglage und Antrieb
- Standard-2WD-Modelle reichen für leichte Neigungen. Ab spürbaren Hängen, feuchtem Untergrund oder Querneigung lohnt Allrad (AWD) mit besserer Traktion. Prüfe nicht nur die Prozentangabe, sondern auch, ob der Mäher am Hang wenden und die Ladestation sicher erreichen kann.
- Hindernisse, Tiere und Sicherheit
- Kameras und KI erkennen Spielzeug, Möbel und teilweise Kleintiere besser als reine Stoßsensoren. Dennoch gilt: Igel und nachtaktive Tiere sind nicht zu 100 % geschützt – Nachtmähfenster sinnvoll begrenzen und die Empfindlichkeit in der App anpassen. Lift-, Kipp- und PIN/GPS-Diebstahlfunktionen gehören 2026 zum erwartbaren Standard.
- Installation, App und Wartung
- Kabellose Systeme sparen Drahtverlegung, brauchen aber saubere Erstkartierung, WLAN-Reichweite zur Basis und klare Sperrzonen an Teichen oder Beeten. Klingenwechsel, Reinigung der Sensoren und Winterlagerung bleiben Pflicht. Modelle mit tauschbarem Akku oder guter Ersatzteilversorgung senken die Folgekosten.
- Budget und Folgekosten
- Unter etwa 600 € bekommst du solide Einstiegs-LiDAR- oder Vision-Geräte für kleine Flächen. Die Mittelklasse bis rund 1.000 € deckt die meisten Einfamilienhäuser ab. Darüber zahlst du vor allem für mehr Fläche, AWD, besseren Randschnitt und robustere Sensorfusion – nicht automatisch für „besseren Rasen“ auf 200 m².