- Leistung und Raumgröße
- Als Faustformel reichen für gut gedämmte Räume grob 75–100 W pro m² als Zusatzheizung – 1500 W für kleine Zimmer, 2000–2500 W für Wohnräume um 20–30 m². Ölradiatoren heizen träger als Heizlüfter, halten die Wärme aber länger. Für dauerhaft ungeheizte Altbauzimmer mit hohem Wärmeverlust ist ein Radiator allein oft zu schwach.
- Anzahl der Rippen
- Mehr ölgefüllte Rippen bedeuten mehr Oberfläche und speicherbare Wärme. 7 Rippen sind typisch für kompakte 1500-W-Geräte, 9–11 Rippen für 2000–2500 W, 13 Rippen maximieren die Abgabe. Die Rippenzahl ersetzt keine ausreichende Wattzahl, verbessert aber die Gleichmäßigkeit und die Nachheizphase nach dem Abschalten.
- Thermostat, Stufen und Timer
- Ein regulierbares Thermostat verhindert Dauerbetrieb auf Vollast und senkt den Stromverbrauch spürbar. Drei Heizstufen sind Standard. Ein 24-h-Timer oder eine Zeitschaltuhr lohnt sich im Schlafzimmer und Büro, damit das Gerät nicht unbeaufsichtigt weiterläuft. Fernbedienung oder App sind Komfort, kein Muss für die Heizwirkung.
- Sicherheit und Aufstellung
- Überhitzungs- und Kippschutz sollten serienmäßig sein – gerade in Haushalten mit Kindern oder Haustieren. Stell den Radiator freistehend mit Abstand zu Vorhängen und Möbeln auf, nie abdecken. Die Gehäuseoberfläche wird heiß; Modelle mit Griff und Rollen erleichtern den sicheren Transport im ausgeschalteten, abgekühlten Zustand.
- Stromkosten realistisch einschätzen
- Ölradiatoren wandeln Strom nahezu vollständig in Wärme um, sind aber keine billige Primärheizung. Bei 2500 W und 0,30 €/kWh kostet eine Volllast-Stunde rund 0,75 € – mit Thermostat und niedrigerer Stufe deutlich weniger. Sinnvoll als gezielte Zusatzheizung in einzelnen Räumen, nicht als Ersatz für eine effiziente Zentralheizung über den ganzen Winter.
- Mobilität und Bauform
- Rollen und ein tragbarer Griff sind Standard. Slimline-7-Rippen-Geräte passen besser in enge Nischen und Bäder (nur mit ausreichendem Spritzschutz-Abstand und FI-Absicherung), breitere 11–13-Rippen-Modelle brauchen mehr Stellfläche. Achte auf ausreichende Kabellänge; Verlängerungen mit dünnem Querschnitt sind bei Dauerlast ungeeignet.