- Tastaturmechanik entscheidet über Spielgefühl
- Achte auf eine gewichtete Hammermechanik mit 88 Tasten, wenn du Klavierliteratur ernsthaft üben oder authentisch begleiten willst. Holztasten und spürbarer Druckpunkt (Escapement) wie bei Yamahas Grand Touch-S kommen dem Flügel näher, kosten aber Gewicht und Geld. Halbgewichtete 61er- oder 73er-Tastaturen sind für Synth-/Organ-Lastige Live-Setups oft praktischer, ersetzen aber kein Übungs-Piano.
- Polyphonie und Klangsektionen
- Für Solo-Piano reichen oft 128–192 Stimmen; bei Pedal-Resonanz, Layer aus Piano + Pad und dichtem Spiel sind 256 Stimmen spürbar sicherer. Bühnenprofis profitieren von getrennten Piano-/Organ-/Synth-Sektionen mit eigenen Effekten, wie sie Nord Stage-Modelle bieten – das spart Preset-Hopping mitten im Song.
- Gewicht, Maße und Transport
- Unter 12 kg lässt sich ein Stagepiano realistisch allein mit ÖPNV oder Kleinstwagen bewegen; jenseits von 20 kg brauchst du stabiles Case, Karren oder eine zweite Person. Miss vor dem Kauf die Breite deines Stands und die Tiefe im Auto aus – 88er-Modelle liegen meist zwischen 130 und 140 cm Breite.
- Anschlüsse für Bühne und Wohnzimmer
- Mindestens zwei Line-Outs (idealerweise symmetrisch), Kopfhörerausgang, Sustain-Pedal-Eingang und USB-MIDI sollten Standard sein. Wer ohne PA übt, braucht brauchbare interne Lautsprecher; wer fest über Mixer geht, kann darauf verzichten und spart oft Gewicht. Bluetooth-MIDI oder USB-Audio sind praktisch für Apps und leises Üben am Rechner.
- Lautsprecher, Pedale und Zubehör einplanen
- Viele attraktive Straßenpreise gelten für das nackte Keyboard ohne Ständer, Doppelpedal oder Tasche. Ein stabiler X- oder Tischständer, ein halb-pedal-fähiges Sustain-Pedal und bei Bedarf ein Expression-Pedal gehören zum realistischen Gesamtbudget dazu – vor allem, wenn du dynamisch mit Halbpedal arbeiten willst.