- 800-W-Regel und Anmeldung
- Für den vereinfachten Betrieb ist in Deutschland die Wechselrichter-Ausgangleistung von 800 W der entscheidende Wert – nicht die Modul-Wp-Zahl. Module mit 600–2000 Wp sind üblich und legal, solange der WR auf max. 800 W AC begrenzt. Die Anlage muss im Marktstammdatenregister angemeldet werden; kläre zusätzlich Hausverwaltung bzw. Vermieter bei Geländermontage.
- Mit oder ohne Speicher?
- Ohne Speicher nutzt du vor allem den Strom, den du tagsüber parallel verbrauchst. Ein Balkon-Speicher (typisch 1,6–2,7 kWh) verschiebt Mittagsertrag in Abendstunden und erhöht den Eigenverbrauch spürbar. Rechne den Aufpreis gegen deinen Haushaltslastgang: Wer tagsüber wenig da ist, profitiert stärker vom Akku.
- Modulzahl, Bifazialität und Ausrichtung
- Zwei Module passen oft ans Geländer; vier Module brauchen Boden-, Wall- oder Garagenmontage. Bifaziale Module gewinnen Zusatzlicht von der Rückseite – spürbar bei hellen Böden oder freier Aufständerung, weniger bei dichter Wandmontage. Ost-West-Aufteilung glättet den Tagesverlauf, Süd mit Neigung maximiert die Jahresmenge.
- Wechselrichter und Monitoring
- Achte auf gängige Mikro-WR-Marken (z. B. Hoymiles, Growatt, Anker-integriert) mit App oder DTU. Wichtig sind dimmbare 800-W-Limits, zuverlässige WLAN-Anbindung und – bei Speicher – optional ein Smart Meter für netzlastgeführtes Einspeisen. Offene Schnittstellen erleichtern spätere Erweiterungen.
- Montage, Kabel und Statik
- Geländerhalter müssen zu Holmen-Abstand und Zulassung passen; Windlast und Absturzsicherung nicht unterschätzen. Plane Schuko-Kabellänge realistisch (3–10 m üblich) und vermeide Verlängerungs-Flickwerk. Für Zaun und Sichtschutz gibt es spezielle Vertikal-Systeme – optisch unauffällig, ertraglich aber oft hinter schrägen Standardmodulen.