- Material: Cordierit, Schamotte oder Stahl?
- Cordierit ist das vielseitigste Material: leicht, thermoshockresistent und für Backofen wie Grill geeignet. Schamotte speichert mehr Hitze, ist aber schwerer und empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit. Stahlplatten leiten Wärme am schnellsten und erzeugen den knusprigsten Boden, sind aber teurer und schwerer zu handhaben. Für den Einstieg ist Cordierit die beste Wahl.
- Stärke und Wärmespeicherung
- Je dicker der Stein, desto mehr Hitze speichert er – und desto knuspriger wird der Boden. Für den Haushaltsbackofen reichen 1,5 cm aus. Wer auf dem Grill bei hohen Temperaturen backt, profitiert von 2–3 cm Stärke. Beachte: Dickere Steine brauchen deutlich länger zum Aufheizen.
- Größe und Passform
- Miss deinen Backofen aus, bevor du kaufst. Ein Stein, der zu groß ist, blockiert die Luftzirkulation und heizt ungleichmäßig auf. Für Standardbacköfen sind Maße um 38x30 cm ideal. Runde Steine passen gut auf Kugelgrills, rechteckige Steine bieten mehr Fläche im Backofen.
- Aufheizzeit einplanen
- Ein Pizzastein muss vollständig durchgeheizt sein, bevor die Pizza aufgelegt wird – sonst klebt der Teig an und der Boden bleibt weich. Plane mindestens 45 Minuten bei maximaler Ofentemperatur ein. Wer diesen Schritt überspringt, wird mit dem Ergebnis enttäuscht sein.
- Reinigung und Pflege
- Pizzasteine aus Cordierit und Schamotte dürfen nie mit Spülmittel gereinigt werden – das zieht in die Poren ein und verändert den Geschmack. Rückstände einfach nach dem Abkühlen mit einer trockenen Bürste oder einem Schaber entfernen. Stahlplatten müssen nach jeder Reinigung leicht eingeölt werden, um Rost zu verhindern.
- Backofen oder Grill?
- Für den Backofen reicht ein dünnerer Cordieritstein, da Temperaturen selten über 280 °C liegen. Auf dem Grill können Temperaturen von 350–400 °C erreicht werden – hier lohnt sich ein dickerer Stein oder eine Stahlplatte, die diese Hitze besser verträgt und speichert. Achte darauf, dass der Stein explizit als grillgeeignet ausgewiesen ist.